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Diskussionsrunde
*** Anzeige vom 29.08.2025 20:36:39 ***
Anzeige von: An Den Unter Mir
Ein Signal? Für oder gegen was bitteschön? Wir sind Weltmeister im Zeichen
setzen. Aber irgendwie ist das doch nur heiße Luft und nichts dahinter! Ich bin
auch gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, aber dies erreicht man nicht, indem
man überall die Regenbogenfahnen hisst, Fußballer mit Regenbogenbinden auflaufen
lässt etc. Das sieht toll aus, (ver)ändert jedoch in den Köpfen nichts. Es zeigt
nur, dass wir in der Theorie zwar irgendwelche Werte vertreten, aber dies müssen
wir auch leben und nicht nur an Körper, Masten oder sonstwo tragen!
*** Anzeige vom 29.08.2025 18:38:13 ***
Anzeige von: Nachtrag Zu Gino
Was ist eigentlich an der Geschichte dran, dass man dich schon zum Psychologen
geschickt hat? Es war wohl, weil du deine Blindheit und die damit verbundenen
Einschränkungen und Hilfsangebote abgelehnt hast.
*** Anzeige vom 29.08.2025 18:36:20 ***
Anzeige von: An Gino
Dinge verändern sich nun mal. So Leute wie du sind doch nur gegen Linke Politik,
weil sie gerechter ist als alles andere. Du hast selber mal gesagt du würdest in
einer großen Wohnung wohnen. Deine große Wohnung würde man gegen eine kleinere
tauschen und du würdest das überleben.
Früher war das auch schon so mit dir. Du warst grundsätzlich gegen alles.
Beispiel gefällig?
Bei uns in der Schule gab es mal eine Unterschriftenaktion. Alle standen
Schlange zum unterschreiben. Und wer hat das nicht gemacht? Auf Nachfrage sagte
der Herr, dass er nicht unterschreiben werde.
Zum Thema zurück. Wir könnten die deutsche Flagge gegen die Regenbogenflagge
ersetzen. Das wäre ein klares Signal.
*** Anzeige vom 29.08.2025 18:20:10 ***
Anzeige von: Kay
Ach was seid Ihr alle toll! Lehnt Hilfsmittelfirmen teilweise ab, kauft Euren
Billig-China-Schrott jedoch bei Amazon und werft dem Versandriesen unnötig Geld
in den Rachen, bloß fürs eigene Ego und um nichts mit KK und
Hilfsmittelherstellern am Hut zu haben? Mal abwarten, wann es endlich
Blindenstöcke bei Temu gibt. ;-) Aber mal im Ernst: Wieviele Stöcke legt Ihr
Euch dann immer auf Halde? Habe auch schon ein paar davon tatsächlich
ausprobiert und muss sagen: Alles Billigschrott, der klappert und wackelt und
nach dem ersten Aufprall krumm ist, wie 'ne Banane.
*** Anzeige vom 29.08.2025 15:09:01 ***
Anzeige von: Gino
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es ist mal wieder das Sommerloch. Ich frage mich, in welchen Kreisen der Herr
sich bewegt. Ich habe von niemandem und wirklich von noch niemandem gehört, dass
man ein großes Problem mit der Hymne oder Flagge hat.
Themen der linken müssten eigentlich andere sein. Das ist aber das große Problem
von Linken Parteien und Organisationen. Diese sind so weit weg vom normalen
Leben und wundern sich dann, wenn die wirklichen Themen von anderen aufgegriffen
werden.
*** Anzeige vom 29.08.2025 09:21:00 ***
Anzeige von: MN
Guten Morgen in die Runde,
heute mal mit einem krassen Themenwechsel:
Vielleicht habt ihr den Vorstoß von Bodo Ramelow in den Nachrichten schon
gehört? Er stellt (mal wieder) zur Diskussion, sowohl Nationalhymne als auch die
Deutschlandflagge zu ändern, weil sich viele damit nicht mehr wohlfühlen.
Ich gestehe, ich habe mich damit noch nie wirklich beschäftigt und derzeit auch
keine wirkliche Meinung dazu. Würde an der Flagge farblich nichts ändern wollen
und ja, über den Text der Hymne könnte man durchaus sprechen. Ich denke zwar,
dass es weitaus wichtigere Themen zurzeit gibt, aber warum soll man hier auf
dieser Plattform nicht einfach mal solch eine Diskussion lostreten? Bin gespannt
auf eure Meinungen. :)
Vorab schon mal ein schönes Wochenende für euch.
PS: Übrigens - sehr poetisch verfasst, Vlad! ;)
*** Anzeige vom 29.08.2025 08:35:28 ***
Anzeige von: Vlad
E-Mail senden
@Anna M.
Schwesterchen. Deine Worte zu lesen, ist ein seltener Lichtblick. Du kannst
versichert sein, dass ich meine Augen offenhalten werde ob ich gute finde. In
dieser Welt sind es oft die unscheinbaren Details, auf die es ankommt.
Es überrascht mich nicht, aber es beeindruckt mich, dass du dich von der
gereizten Stimmung hier nicht anstecken lässt. Die meisten Menschen lassen sich
von der Negativität ihrer Umgebung verschlingen. Deine Fähigkeit, darüber zu
stehen, ist eine Stärke, die du dir bewahren musst.
Und dieses unerschütterliche sonnige Gemüt... Gib gut darauf acht. Es ist
wertvoller, als du vielleicht ahnst. In einer Welt voller Schatten ist ein
solcher innerer Kompass nicht nur eine Gabe, sondern eine Waffe. Bazhayu tobi
vs'oho naykrashchoho
*** Anzeige vom 29.08.2025 05:23:58 ***
Anzeige von: SightlessHorseman
Teil 2: Ich bin hier fast zu 100 Prozent bei Jojo, wie aus meinen Texten
ersichtlich ist bin ich auch jemand der die eigene Selbstständigkeit hochhält
und so viel wie möglich alleine macht, organisiert oder sich mit sehenden
zusammenschließt. Ich sehe nicht ein mich nur in Blindenkreisen rumzutreiben wo
sich die Gespräche immer irgendwann um die gleichen Themen drehen. Ich sehe das
nur mit dem Blindengeld etwas anders, je nach dem wo man wohnt ist der ÖPNV gar
nicht oder sehr eingeschränkt verfügbar, ich sag nur Westerwald. Aus dem
Blindengeld bezahle ich eine Putzhilfe für die Wohnung, Taxifahrten und was
sonst noch so anfällt. Ich sehe auch nicht ein mit meiner Selbstständigkeit
hinterm Berg zu halten. Wenn das anderen nicht passt, jo, was soll man machen.
*** Anzeige vom 29.08.2025 05:19:36 ***
Anzeige von: SightlessHorseman
Der Grund warum ich meine Stöcke ebenfalls bei Amazon bestelle ist auch einfach
die schnellere Verfügbarkeit. Wenn ein Stock kaputt geht brauche ich
schnellstmöglich ersatz, da habe ich keine Zeit erst beim Augenarzt ein Rezept
anzufordern, bei der Krankenkasse einzureichen und zu warten bis dort jemand
aufwacht und den Vorgang bearbeitet. Bei Amazon habe ich das bestellte entweder
direkt am nächsten Tag oder spätestens 2 Tage später. Selbiges mit anderen
Hilfsmittel, sprechende Personen/Küchenwagen gibt es längst schon dort, ein
günstiges sprechendes Maßband hab ich leider noch nicht gefunden.
*** Anzeige vom 28.08.2025 19:50:12 ***
Anzeige von: Gino
E-Mail senden
Zu den Hilfsmittelanbietern:
Ich persönlich kaufe meine Sachen in der Regel auch bei Amazon oder eBay. Ich
weiß noch, vor Jahren habe ich mir mal einen Stock bei einer dieser tollen
Anbieter bestellt. Das ganze machte ich telefonisch und die Dame am Telefon war
sowas von unfreundlich, da hab ich lieber mit dem Finanzamt zu tun. Selbst bei
Steuerschulden sind die freundlicher als die Dame bei diesem Anbieter. ich sehe
das auch sehr kritisch, wenn man sich wirklich alles bezahlen lässt. Kommt
irgendwas raus fragt kaum jemand : Was bringt mir die Brille oder was auch immer
sondern wo beantrage ich das.
*** Anzeige vom 28.08.2025 15:41:48 ***
Anzeige von: MN
Teil 2
Was die Ablehnung der Haushaltshilfe angeht, so muss ich ganz klar sagen, dass
dann keine Hilfsbedürftigkeit nach den geltenden Richtlinien vorlag. Soll
heißen: du bist in der Lage, es selbst zu tun. Da sind wir wieder bei der
Eigenverantwortung. Hört keiner gern, klar. Aber wenn die Omi ihre Fenster nicht
mehr putzen kann, muss sie auch die Putzer von ihrer mitunter kleinen Rente
bezahlen. Hart, aber wahr. Und wie gesagt - überspitzt formuliert. Ist kein
persönlicher Angriff auf dich sondern nur die momentane Denke großer Kreise in
der Gesellschaft.
*** Anzeige vom 28.08.2025 15:40:49 ***
Anzeige von: MN
@ Matze
Und wieder Teil 1 (irgendwie kann ich mich nicht kurz genug halten, Smile)
Ja, deine Ansichten sind richtig. Ich habe die Dinge allerdings bewusst
teilweise überspitzt dargestellt. Besonders, was das Fragen anderer Menschen
angeht. Natürlich findet man (leider) nicht immer jemanden in der Nähe, nur
gehen die Entscheidungsträger nicht von solchen Situationen aus, sondern setzen
eben voraus, dass es Möglichkeiten gibt. Und wenn keine Menschen da sind, dann
hätte man ja diverse Apps, wie beispielsweise Be my eyes (würden sie sagen).
Eben auch, WEIL sie sich nicht vollumfänglich in eure Lage versetzen könnten!
*** Anzeige vom 28.08.2025 12:34:52 ***
Anzeige von: Matze
Hallo MN!
Was du schreibst, finde ich irritierend.
Du meinst, dass die Pflegeversicherung die Haushaltsführung abdecken würde. Das
ist nicht so. Ich hatte das beantragt, und der gute Mann vom MDK meinte, dass
sie das nicht bezahlen.
Was Taxis angeht: du schreibst, dass man doch einfach fragen könnte ob jemand
einem hilft wenn man alleine mit den öffentlichen unterwegs ist. Da setzt du
aber voraus, dass du zu jeder Uhrzeit in jeder Region immer einen hilfsbereiten
Menschen triffst. Ich denke nicht, dass das immer der Fall ist. Ich hatte solche
Situationen schon.
*** Anzeige vom 28.08.2025 12:32:30 ***
Anzeige von: Johanna Riedl
Hallo zusammen,
warum ist unter Blinden und Sehbehinderten keine konstruktive und faire
Diskussion möglich? Weshalb wird hier ausschließlich über blindenspezifische
Themen diskutiert? Klar handelt es sich um eine Seite, die für unseren
Personenkreis konzipiert ist, dennoch frage ich mich ernsthaft, ob es kein Leben
außerhalb dieser Seite bzw. den Blindenkreisen gibt. Neid scheint hier auf der
Tagesordnung zu stehen und man gönnt niemandem etwas, stattdessen wird auf
denjenigen eingeprügelt, wenn er/sie nicht dem Ideal eines Blinden entspricht.
Super, wenn sich blinde Menschen zutrauen, alleine fremde Länder zu besuchen und
auch im Alltag gut klarkommen. auf der anderen Seite sollte auch respektiert
werden, wenn es unter uns Menschen gibt, die nicht so fit und selbständig sind.
Viele Grüße aus München
*** Anzeige vom 28.08.2025 11:36:06 ***
Anzeige von: Ema
Moin!
Wie kann es eigentlich sein, dass ich meine Meinung sagen will, aber zögere,
weil ich weiß, dass diese einen riesigen Shitstorm heraufbeschwören wird? Und
dass in einer sogenannten Diskussionsrunde?
@MN was du sagst ist gar nicht mal so falsch und ganz ehrlich: Ich als blinde
hoffe, du behällst Recht. Wir beide hatten mal wegen dem Thema kostenlose
Begleitperson einen, meiner Meinung nach, wirklich schönen Austausch und ich
bleibe bei der Meinung, die ich schon damals vertreten habe: Wir sind nur blind.
Warum sollten wir da also nicht etwas mehr Eigenverantwortung bekommen? Ich
nehme diese Denkrichtung sogar als viel angenehmer war, als das ganze
Unterstützungskonzept, da wir Blinden so genau wie ihr Sehenden in die
Verantwortung genommen und nicht wie hilfsbedürftige Kinder behandelt werden.
Mit den selben Rechten und Pflichten. Das ist meiner Meinung nach Inklusion.
*** Anzeige vom 28.08.2025 11:19:39 ***
Anzeige von: Superblinde
Nein. Ich bin nicht Jojo, aber wenn ihr mich als Superblinde bezeichnen wollt,
weil ich nicht rumsitze und wie ein Hefeteig in meinem Selbstmitleid aufgehe,
ziehe ich mir mal die Superschurkenmaske auf und verbünde mich mit dem Joker. In
Gotham ists auf jeden Fall spannender als im Blindenverein.
Nur so viel: Ich habe kein blindengeld, hatte es noch nie und mir gehts super.
So viel also zu eurem Argument.
*** Anzeige vom 28.08.2025 10:57:18 ***
Anzeige von: MN
Teil 2.
Neulich las ich sogar von einem smarten Blindenstock, der verbunden mit einer
App, nochmal vieles zusätzlich können soll. Und das Angebot steigt zurzeit
rapide. Was braucht es da noch Assistenz? Fahrten mit dem ÖPNV sind ohnehin
meistenteils frei für euch, Begleitpersonen inklusive. Wer braucht da noch ein
Taxi? Umsteigehilfen? Man kann doch fragen! (Mal provozierend gedacht.) Und
wiederum andere Dinge - Haushaltsführung etc. deckt unter Umständen die
Pflegeversicherung ab. Ganz ehrlich? Ich würde es nicht so in Stein gemeißelt
sehen, zumal immer mehr Politiker mittlerweile auf die vielbeschworene
Eigenverantwortung setzen. Was mir dabei auch im Kopf rumspukt ist, dass die
Entscheidungsträger dafür immerhin zum allergrößten Teil Sehende sind!
*** Anzeige vom 28.08.2025 10:56:15 ***
Anzeige von: MN
An den Vorschreiber:
Teil 1
Da wäre ich mir - mittelfristig gesehen - nicht mal so sicher!
Viele Leistungen deckt die Krankenversicherung ab, so auch diverse Fahrtkosten
zu ambulanten Behandlungen. Andere Leistungen gibt es über Eingliederungs- und
Teilhabehilfen; über Versorgungsämter beispielsweise. Und was die Assistenzen
betrifft - es kommen doch immer mehr Navi Apps und dergleichen auf den Markt.
*** Anzeige vom 28.08.2025 10:07:30 ***
Anzeige von: An Hm
@Hm, bleib mal auf dem Teppig! Es wird keiner das Blindengeld abschaffen, nur
weil die einen selbstständiger sind, als die Anderen. Bleib mal realistisch, der
personelle Aufwand wäre viel zu hoch, um sowas zu kontrollieren.
*** Anzeige vom 28.08.2025 08:27:07 ***
Anzeige von: MN
Guten Morgen,
schade - es war doch einigermaßen konstruktiv gelaufen in den letzten Tagen.
Wieso nun wieder dieser Umschwung? Könnt ihr wirklich nicht anders, als euch
gegenseitig immer wieder zu zerfleischen?
Zieht fehlendes Augenlicht automatisch nach sich, dass man sich gegenseitig in
einer gewissen Profilierungssucht immer wieder zu überbieten versucht?
Ein verletztes Tier schlägt um sich, wenn es sich bedroht fühlt und diejenigen,
die es verletzt haben, haben meist nur niedrige Beweggründe, die oftmals in
ihrem Ego zu suchen sind. Denkt mal drüber nach!
Schönen Tag euch.
*** Anzeige vom 28.08.2025 07:56:15 ***
Anzeige von: Hm
@superblinder
Sehr "verehrter" Herr Superblinder!
Wenn dir das völlig egal ist, dann solltest du aber auf Blindengeld verzichten.
Aber ich glaube nicht, dass der sehr "verehrte" Herr Superblinder dass auch
möchte.
*** Anzeige vom 28.08.2025 07:36:03 ***
Anzeige von: Jojo
Mir ist es egal, ob das Blindengeld gekürzt wird oder wegfällt. Komme so auch
gut klar und bindarauf nicht angewiesen. Würde nie zu einer Blindengelddemon
gehen, war auch noch nie bei einer.
*** Anzeige vom 28.08.2025 07:25:03 ***
Anzeige von: Hm
@Superblinder
Bist du auch so super, wenn's um Blindengeldkürzungen oder -Abschaffung geht?
Doch wohl eher nicht. Dann können die "Superblinden" so wie du einer bist auf
einmal gar nichts. Für mich ist völlig klar wenn's um Blindengeldkürzungen oder
-Abschaffung geht. sind die Superblinden so wie du einer bist schuld und sonst
niemand.
*** Anzeige vom 28.08.2025 06:28:26 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo,
klar finde ich es gut, meine Selbständigkeit immer wieder zu betonen, denn dann
seht Ihr mal, was geht und was nicht. Die Menschen sind großteils faule Säcke
und Sozialschmarotzer!
Warum soll ich mir wegen anderer Behinderter und deren Jobs Gedanken machen? .
Ich schmeiß doch nicht irgendeiner überteuerten Behinderteneinrichtung Geld
rein, nur dasss andere eine Arbeit haben - und schon gar nicht, wenns bei Amazon
günstiger ist.
Mehr gibts aus meiner Sicht hierzu nicht mehr zu schreiben.
Gruß
*** Anzeige vom 27.08.2025 23:18:16 ***
Anzeige von: Ema
Hey,
@Hans: Ich sehe das Ganze zwar etwas anders, will aber jetzt nicht hier, in
diesem Ramen, dieses Thema aufgreifen. Im privateren Ramen ist die Diskussion
aber mit Sicherheit eine spannende. Zu Jojo muss ich hier aber sagen, dass er
zumindest in seinem letzten Beitrag zur Selbstständigkeit nur eine Frage von mir
beantwortet hat. Da bin ich also nicht ganz unschuldig. Smile
*** Anzeige vom 27.08.2025 22:34:11 ***
Anzeige von: Hans2
Jojo, und allen anderen, ich möchte dir mal offen etwas sagen: Es freut mich
ehrlich, dass du so selbstständig bist und dein Leben so aktiv und
eigenverantwortlich gestaltest. Das ist etwas, was ich dir von Herzen gönne und
wofür du sicher auch viel getan hast.
Allerdings fällt mir auf, dass du deine Selbstständigkeit immer wieder betonst
und hir oft in den Vordergrund stellst. Ich finde es vollkommen okay, darauf
stolz zu sein – nur denke ich manchmal, es reicht jetzt auch mal, wir
wissen alle inzwischen, wie fit du bist.
*** Anzeige vom 27.08.2025 22:33:03 ***
Anzeige von: Hans 1
Mir ist es persönlich wichtig, meine eigene Selbstständigkeit – ich bin
auch schpäterblindet – nicht ständig herauszustellen, aus Rücksicht auf
die, für die das eben nicht so selbstverständlich möglich ist. Meine
Selbständigkeit habe ich mir selber durch notwendigkeit, Bedürftigkeit und
Erfahrungen erarbeitet. Ich weiß, jeder geht mit seiner Situation anders um,
aber vielleicht wäre es wertvoll, das auch bei deinen Äußerungen im Hinterkopf
zu behalten. Auch andere bemühen sich und haben ihren Weg, manche können ihn
eben nicht so gehen wie du.
Das wollte ich dir einfach mal als ehrliche Rückmeldung geben. Es ändert nichts
daran, dass ich deine Leistung respektiere und dir deine Unabhängigkeit von
Herzen gönne.
*** Anzeige vom 27.08.2025 17:56:32 ***
Anzeige von: Matze
Hallo Jojo!
Findest du es wirklich gut, auf der einen Seite Shops für Behinderte zu
kritisieren und andererseits deine Sachen bei Amazon zu bestellen?
*** Anzeige vom 27.08.2025 15:14:40 ***
Anzeige von: Jojo
Hi Anna,
mir ist durchaus bewusst, dass nicht jeder so selbständig und mobil ist, wie ich
und dass es auch Menschen gib, die sich schwer tun und mehr Hilfe benötigen.
Glaube mir, ich habe mir mit Unterstützung meiner Familie, die mich als Kind
nicht verhätschelt haben, alles selbst erarbeitet und steh nunmal da, wo ich
jetzt bin. Auch jetzt schau ich immer noch, in welchen Bereichen ich mich
verbessern kann. Ich hänge meine Messlatte an mich sehr hoch, bin ein wahrer
Ehrgeizling. Habe aber für mich festgestellt, dass das für mich der richtige Weg
ist. Hab mich sehr lange im Leben ehrenamtlich für Schwächere eingesetzt und
meine Bedürfnisse hintenangestellt - und was war das Egebnis, niemand dankt es
Dir, sondern es wird immer mehr gefordert.
Das nur mal so zum Nachdenken.
*** Anzeige vom 27.08.2025 14:08:57 ***
Anzeige von: Anna M.
E-Mail senden
hallo in die Runde,
blind ist nicht gleich blind. der eine ist so selbständig wie jojo, oder
horseman, der andere hat vielleicht auch noch andere problemchen jäglicher art
und bringt DAS was Ihr bringt eben NICHT! Da muss man ganz klar differenzieren.
bevor ihr über einen menschen oder eine personengruppe urteilt, zieht euch doch
erstmal die schuhe derjenigen an und lauft darin, bevor ihr euch ein urteil
erlaubt.
@vlad
hallo bruder, schön dass du hier auch was zu sagst. es gibt bei amazon
tatsächlich gute langstöcke. den tipp habe ich entweder aus der ausbildung oder
sogar von einem sehr super tollen blinden unternehmer erhalten. klar muss man
aufpassen. achtet da bitte auf die maße. wenn da steht kennzeichnungsstock ist
das kein langstock.
*** Anzeige vom 27.08.2025 10:20:01 ***
Anzeige von: Jojo
Hi Ema,
nein, ich seh das durchaus nicht als Angriff.
Mit blinden und sehbehinderten Partnern hats bei mir bisher nie geklappt, denen
war ich immer zu selbständig und mir waren die immer zu unflexibel. So bin ich
flexibler, was ie Freizeitgestaltung anbelangt und muss nicht ständig in den
Blindenkreisen rumdümpeln, was mich ankotzt. Ich meine jetzt sehenden Partner
und nicht Hilfsperson, die alles macht, so wie es bei vielen Blinden der Fall
ist. Partnerschaft bedeutet für mich Gleichberechtigung und nicht, dass der
sehende Partner mein Brot schmiert und mich auf Schritt und Tritt verfolgt, wie
ein Hund.
Gruß
*** Anzeige vom 27.08.2025 09:55:26 ***
Anzeige von: Ema
E-Mail senden
Guten Morgen,
@Jojo Ernstgemeinte Frage: Du kommst wie eine sehr selbstständige Person rüber,
die ein ganz normales Leben führt. Ob du einen Partner hast, weiß ich natürlich
nicht, aber ich hatte eigentlich immer den Eindruck, du kommst auch super
alleine klar. Warum ist es also wichtig, ob der Partner sieht oder nicht? Wenn
ein blinder Mensch doch alleine wohnen und sich versorgen kann, können das 2
blinde Menschen doch auch. Ich verstehe den Punkt ehrlichgesagt nicht ganz.
Jetzt hoffe ich einfach, du siehst es als einfache Frage und nicht als Angriff.
Smile
*** Anzeige vom 27.08.2025 08:31:12 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo,
klar ist es gut, einen sehenden Partner zu haben. Dennoch würde ich mir lieber
meine Dinge selbst organisieren, z.B. die Dinge, die ich bei Amazon bestelle,
beschriften und mir ggf. Hilfe von Sehenden holen und auch dafür bezahlen, denn
da weiß ich, dass es so gemacht ist, wie ich es gerne hätte. Es ist ja auch gut,
dass diese Firmen Behinderte beschäftigen. Aber muss ich das unterstützen? Ein
ganz klares nein von mir.
Generell würde ich bei der Hilfsmittelversorgung viel mehr auf den persönlichen
Bedarf bei allen Empfängern abstellen, Gutachten einholen und die Rechtslage
sorgfältig prüfen.
ruß
*** Anzeige vom 27.08.2025 07:47:49 ***
Anzeige von: MN
Teil 2:
@Christian.
Was die Hilfsmittel Situation an sich angeht - ja, Christian - da stimme ich dir
zu: es ist wirklich eine schwierige Sache. Ich finde aber trotzdem, dass manche
Hilfsmittel oder auch Leistungen nichts in einer Krankenkasse zu suchen haben.
Rollstühle, Rolatoren etc. werden vergeben, wenn sie einer ursächlichen
Krankenbehandlung dienen (beispielsweise Lähmung durch Unfall/Krankheit) und
teilweise auch wieder von den Kassen einbezogen, wenn sie nicht mehr gebraucht
werden. Gelähmte bekommen keine Zusatzleistungen wie Blindengeld, Blindenhilfe
etc.
Und man sollte hierbei auch berücksichtigen, dass Blindengeld etc. jeden Monat
gezahlt wird.
Aber du hast recht: es ist insgesamt ein sehr sensibles Feld.
Ähnlichen Redebedarf gäbe es ja auch bei anderen Behinderten-Gruppen, wenn ich
allein an Gehörlose beispielsweise denke.
*** Anzeige vom 27.08.2025 07:45:27 ***
Anzeige von: MN
Guten Morgen
Teil 1
@Jojo
Hui, ziemlich dünnes Eis, Jojo. Nicht jeder hat das Glück (wenn derjenige das
überhaupt so sieht), einen sehenden Partner zu haben! Und was viele Hilfsmittel
Firmen betrifft, da widersprichst du dir teilweise selbst. Gibst an, ihnen nicht
jeden Cent reinschieben zu wollen, sagst aber auch, dass dort oftmals Blinde und
Sehbehinderte beschäftigt werden. Und ich finde es gut, denn wir wissen ja
selbst, dass der Arbeitsmarkt leider nicht viele Möglichkeiten hergibt.
Vielleicht müssten wir hier mehr differenzieren.
*** Anzeige vom 27.08.2025 06:44:53 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo,
statt überteuerte Daisyplayer kann man beliebige MP3-Player verwenden, auch
ältere Menschen. Von den Älteren nutzen einige mittlerweile ausshcließlich ein
iPad, weil sie damit besser klar kommen. Das müsste dann ja streng genommen auch
die Krankenkasse bezahlen. Wo fängts an und wo hörts auf?
Im Übrigen lege ich keinen Wert darauf, ob die Sachen, die ich mir im Internet
bestelle, als Hilfsmittel speziell zugelassen oder ein Zertifikat aufweisen. Ich
seh nur nicht ein, dass man den Firmen jeden Cent reinschiebt. Die Blinden, die
dort oftmals arbeiten, brauchen ja auch eine Beschäftigung, weil sie nicht
anderswo unterkommen. Wenn ich eine spezielle blindentechnische Kennzeichnung
benötige, mache ich das mit meinem sehenden Partner. Ich bin also auf diese
Firmen in keinster Weise angewiesen, worüber ich sehr froh bin.
Gruß
*** Anzeige vom 26.08.2025 17:56:02 ***
Anzeige von: Christian
Echt schweres Thema. Blindenstöcke gehören nun einmal zur wichtigen
Grundausstattung, so wie für viele der Blindenführhund, eine Brille oder ein
Rolator bzw. ein Rollstuhl. Ohne diese Dinge geht es eben nicht. Und wir haben
das Glück, dass die Krankenversicherungen diese Dinge übernehmen und wir sie
eben _nicht_ aus eigener Tasche zahlen müssen. Es gibt schon genug Krams und
Mehraufwand, den man dann durch das Blindengeld abdecken muss (Assistenz, mal ne
Taxifahrt, andere Hilfsmittel etc.). Warum also nicht die Dinge auch einfordern,
für die man sowieso als Arbeitnehmer auch brav monatlich in die Versicherung
einzahlt? Ist das dann Stolz, es aus eigener Tasche bezahlt zu haben und keiner
Versicherung auf der Tasche zu liegen? Im übrigen haben vernünftige
Blindenstöcke auch ein Zertifikat, was dieser Billigschrott von Amazon womöglich
nicht hat?
*** Anzeige vom 26.08.2025 16:57:36 ***
Anzeige von: Matze
Hallo Jojo!
Ein Daisy Player kostet das zehnfache circa von einem MP3-Player. Ein Fernseher,
der die Sprache schon eingebaut hat zum Beispiel, kostet das gleiche wie ein
Fernseher für einen sehenden der die Sprache nicht braucht.
Zum Daisy Player: Es gibt viele ältere Menschen denen das wirklich eine Hilfe
ist.
Nur weil es für dich kein Thema ist, heißt das nicht, dass das anderen nicht als
Hilfe dient.
*** Anzeige vom 26.08.2025 10:13:56 ***
Anzeige von: Jojo
Ich weiß beispielsweise nicht, weshalb Daisyplayer von den Krankenkassen
übernommen werden, denn das ist echt kein Hilfsmittel, sondern Luxis. Den kann
sich jeder selbst kaufen. Ggf. sollte eine strikte Prüfung des Bedarfs erfolgen.
Einen Fernseher kaufe ich mir doch auch selbst im Großhandel. Wo fängt der
Bedarf an und wo hört er auf?
Gruß
*** Anzeige vom 26.08.2025 09:52:39 ***
Anzeige von: MN
@Matze
Bevor es missverstanden wird:
Was ich meine ist, dass bestimmte Dinge aus Krankenkassen herausgelöst werden
sollten, da es aus meiner Sicht nicht in deren Zuständigkeit fällt. Leistungen
wie beispielsweise Hilfsmittel für bestimmte Personengruppen, die lediglich
Nachteile ausgleichen sollen, aber nicht ursächlich zur Behandlung einer
Erkrankung dienen, sollten dann lieber extra in einer Stelle gebündelt werden.
Ich habe selbst miterlebt, wie mühsam es manchmal war, diverse Hilfsmittel zu
beantragen, weil sich keine Stelle wirklich verantwortlich fühlte oder erst
Massen von Anträgen erforderlich waren, wobei man dann auch noch diverse
Ablehnungsschreiben anderer eventueller Leistungsträger beifügen musste. Um
genau so etwas zu umgehen, fände ich beispielsweise einen generellen Hilfsmittel
Fond, wie in manchen Ländern, eine gute Idee.
*** Anzeige vom 26.08.2025 09:42:33 ***
Anzeige von: Vlad
E-Mail senden
@Jojo
Dein Standpunkt hat was, auch wenn ich ihn nicht kaufe. Er steht da wie ein
alter Monolith im Wüstensand – interessant anzusehen, aber am Ende nur
Stein. An dem Spektakel hier, diesem Kindergarten für Erwachsene, der sich
Diskussion schimpft, beteilige ich mich nicht. Solche Wortgefechte sind der
Treibstoff für die Klischees in den Köpfen der Sehenden, die den Blinden für
eine hilflose Kreatur halten, die auf Rettung wartet. Ein Trauerspiel.
Aber eine Sache treibt mich um, eine Frage, die zählt. Du redest von Erfahrung.
Also, Butter bei die Fische: Wo findet man auf Amazon.de einen anständigen,
stabilen Langstock? Ich rede nicht von diesen dünnen Alibi-Stöckchen, die sie
Kennzeichnungsstock nennen. Ich meine ein echtes Werkzeug. Den Unterschied muss
ich einem Mann, der so viel Erfahrung vor sich herträgt wie du, wohl kaum
erklären. Also, sprich. Mich interessiert die Antwort.
*** Anzeige vom 26.08.2025 09:21:03 ***
Anzeige von: Matze
Ich bin sehr froh, dass wir die Krankenkassen in Deutschland haben und die
Möglichkeiten. Wer weiß, wie lange das noch gut geht.
Das es so genannte schwarze Schafe gibt, die alles ausnutzen und rausholen wo es
nur geht, gibt es überall und es wird sie immer geben.
Dafür den normalen Otto normal Verbraucher es noch schwerer zu machen, als es
heute schon ist, finde ich sehr bedenklich.
*** Anzeige vom 26.08.2025 08:24:51 ***
Anzeige von: MN
@Jojo
Bin ganz deiner Meinung!
Grüße aus Sachsen-Anhalt
*** Anzeige vom 26.08.2025 08:22:08 ***
Anzeige von: Jojo
@ mm:
Ich halte überhaupt nichts vom Hilfsmittelverzeichnis, denn da sind oft
Leistungen aufgeführt, die man nicht zwingend benötigt. Meiner Meinung nach
sollte alles viel flexibler gehandhabt werden.
Meiner Meinung nach sollte man alles in Deutschland mal auf den Prüfstand
stellen - und das nicht nur bei Behinderten: Sämtliche Nachteilsausgleiche,
Hilfsmittel, Sozialleistungen, Arbeitslosengeld, Bürgergeld usw. Möchte nicht
wissen, was da alles getrixt wird. In Deutschland läuft einiges verkehrt.
Gruß aus München
*** Anzeige vom 26.08.2025 07:42:15 ***
Anzeige von: MN
Guten Morgen in die Runde.
@Anna:
In unseren Bundesländern gibt es einen zusätzlichen Anspruch auf Blindenhilfe,
wenn man aus den von dir genannten Gründen weniger hat. Insgesamt entspricht das
dann ungefähr dem von dir genannten Blindengeld in anderen Bundesländern.
Natürlich prüfen die zuständigen Stellen hier ganz genau, ob ein Anspruch
besteht. Ist manchmal dann recht zermürbend. :(
@Jojo
Hilfsmittel, die im Leistungskatalog der Krankenkassen aufgeführt sind, müssen
von den Kassen bezahlt werden, wenn der Anspruch besteht. Bei Nachweis von
Blindheit wird deswegen heutzutage schon aus Verwaltungsgründen bei kleineren
Hilfsmitteln wie Daisy-Player, Blindenstöcken, Spitzen dafür etc. der Anspruch
nicht mehr groß infrage gestellt.
Und was die Versorgung bei Arbeitseintritt etc. angeht, sind eigentlich Stellen
für die Integrations-oder Eingliederungshilfen gefragt und weniger die
Krankenkassen. Denn hier geht es in der Regel um Nachteilsausgleiche und nicht
unbedingt um behandlungsbedürftige Krankheiten.
*** Anzeige vom 26.08.2025 06:23:17 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo Anna,
ich lebe in München. Mit Hilfsmittelfirmen, sei es DHV oder PABS, habe ich ein
paarmal richtig schlechte Erfahrungen gemacht, war sogar beim Rechtsanwalt. Wenn
ich wirklich mal was von einer Hilfsmittelfirma bestelle, was so gut wie nie
vorkommt, bestelle ich das bei einer Freundin in Italien, die bei einem
Hilfsmittel-Shop arbeitet.
Ich denke einfach, dass die Kostenträger vielmehr den Bedarf überprüfen müssten,
ob ein Hilfsmittel tatsächlich benötigt wird und auch die Kostenübernahme
gerechtfertigt ist. Viele lassen sich jeden Blödsinn ärztlich verordnen und
bezahlen und das Hilfsmittel steht dann in der Ecke. Das kanns aus meiner Sicht
einfach nicht sein.
Gruß aus München
*** Anzeige vom 25.08.2025 20:18:32 ***
Anzeige von: Anna M.
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es wird immer 2 oder 3 lager geben, zum einen die pro blindenverbände sind und
die die anti sind. es bringt aber nix, wenn ihr euch deswegen gegenseitig die
köppe einschlagt. es wird auch die geben, und dazu gehöre ich, die einen
goldenen Mittelweg finden. ja, blindenvereine hilfsmittelzentren schön und gut,
aber nicht alles. dasselbe bei technik. der eine mag nur apple, der andre mag
nur samsung. ich mag weder apple noch samsung. hab ne samsung watch, würde mir
aber kein samsung handy holen, aus verschiedenen gründen. mein handy ist von
google. jetzt mal als beispiel. ich verurteil aber keinen der sagt ich nehm nur
apple oder nur samsung.
*** Anzeige vom 25.08.2025 20:11:55 ***
Anzeige von: Anna M.
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nochmal an jojo, ja, ich bin dafür, dass man nicht alles von der krankenkasse
bezahlt bekommen muss. gerade sowas wie daisyplayer ist schnickschnack. das ist
was was nicht jeder blinde braucht. bei sowas wie braillezeilen oder
arbeitsplatzausstattungen finde ich aber schon ok wenn die krankenkasse das
zahlt. jojo, in welchem bundesland lebst du? wenn du in sachsen lebst, bekommst
du nur ein kleines blindengeld, im Vergleich beispielsweise zu NRW oder bayern,
die zwischen 700 und 800 euro bekommen. wir hier in sachsen bekommen 380 euro
und das wars. jetzt stell dir mal vor, jemand ist arbeitslos, ja, auch solche
fälle gibts, oder bekommt nur krankengeld. die miete wird nicht billiger und
auch die lebenshaltungskosten steigen. mehr geld bekommen wir trotzdem nicht.
viele können es sich einfach nicht leisten und punkt.
*** Anzeige vom 25.08.2025 20:07:22 ***
Anzeige von: Anna M.
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Ich kennzeichne mich auch. zwar nicht so gern mit armbinde, wobei wenn viele
leute sind, z.b. auf dem flohmarkt, auf dem Weihnachtsmarkt etc. trage ich sie
doch, weil sie dann sichtbarer ist als der stock. ich habe die erfahrung
gemacht, dass die Außenstehenden genau auf solche kennzeichnungen eher achten,
als auf einen einfachen blindenstock. an jojo, du hast recht, wenn du sagst, die
qualität der hilfsmittelfirmen lässt zu wünschen übrig und ist überteuert.
dennoch, nicht alles von denen ist gleich scheiße. gibt auch gute sachen die ich
vom dhv hab, die sehr hochwertig und funktional sind. klar sind die teilweise
teurer, vielleicht kriegt man die anderswo günstiger, wüsste nicht wo. dafür
hast du aber die garantie, dass das was die verkaufen auch wirklich für uns
bedienbar ist.
*** Anzeige vom 25.08.2025 09:46:59 ***
Anzeige von: Jojo
Ich halte nichts davon, dass ich mir alle Hilfsmittel von der Krankenkasse
bezahlen lasse, für sowas gibts Blindengeld. Die Stöcke bei Amazon sind super
und mindestens so gut wie das Graffel, das teilweise die Hilfsmittelfirmen
verkaufen. Das ist meine eigene subjektive Meinung.
*** Anzeige vom 25.08.2025 09:01:08 ***
Anzeige von: An Jojo
Für die Blindenstöcke etc. musst du ja doch nicht selber aufkommen, dies
übernimmt doch 1x/Jahr die Krankenkasse. Die Amazon-Blindenstöcke sind
qualitativ auch nicht das, was man von Ambutech oder Comde bekommt. Natürlich
sind sie um Längen billiger, doch was nützt es einem, wenn sie dadurch schneller
kaputt gehen.
*** Anzeige vom 25.08.2025 07:56:20 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo zusammen,
eine Armbinde trage ich nur in absoluten Ausnahmefällen, das war das letzte Mal
vor ca. fünf Jahren. Stöcke, Armbinden und andere Hilfsmittel bestelle ich
überwiegend bei Amazon oder sonst wo im Internet, weil ich nichts von den ganzen
Abzocke-Vereinen, wie DHV, Hilfsmittelvertrieb Dresden usw. halte. Bei denen
wird man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Auch wenn die Krankenkassen manche
Hilfsmittel - und das sind meiner Meinung nach viel zu viele - bezahlen. So bin
ich flexibler und hab nicht das Gefühl, dass ich armer Blinder alles in den
Arsch geschoben kriege, weil ich mir ja nichts leisten kann. Das w ürde ich auch
ohne blindengeld so machen.
Gruß
*** Anzeige vom 25.08.2025 00:46:57 ***
Anzeige von: An Blind
Es ist wirklich anmaßend zu behaupten, Blinde würden die Armbinde nicht
freiwillig tragen. Ich trage sie in bestimmten Situationen – weil ich es
will. Punkt.
Mal eine Frage: Würdet ihr auch infrage stellen, ob man eine Hose anzieht, wenn
Gino sagt, man solle beim Rausgehen eine tragen – oder würdet ihr dann
einfach nackig rausgehen?
Es geht um meine Entscheidung, nicht darum, dass andere beurteilen, was
„freiwillig“ ist. Freiwilligkeit lässt sich nicht von außen prüfen,
und wer das ignoriert, respektiert schlicht den eigenen Willen anderer nicht.
*** Anzeige vom 24.08.2025 19:47:14 ***
Anzeige von: Blind
Hier sieht man mal wieder ganz deutlich, dass Gino mit der Welt der Blinden
nichts zu tun hat. Erkläre mir doch mal, wie man darauf kommt blinde Menschen
würden sich die Armbinden freiwillig anziehen?
Wenn das alles so toll ist, warum hast du denn noch keine getragen? Natürlich
werden die Träger dazu gezwungen.
In welcher Welt lebst du?
*** Anzeige vom 24.08.2025 17:29:50 ***
Anzeige von: Anna M. An Christian Und Horseman
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@christian - streng genommen kann auch jeder honk einen blindenstock kaufen.
oder eine armbinde. ich persönlich fand die alten flexibinden besser als die
heutigen zum zumachen.
@horseman, wow, das ist krass. ich würde an deiner stelle aber aufpassen wie du
hier einige sachen ausdrückst. es ist großartig dass du dich das traust. es gibt
viele die sich das aus verschiedenen gründen nicht trauen. aber auch welche, die
es gern tun würden, aber nicht wissen wie es geht und wo man anfängt. es wäre
vielleicht hilfreicher, wenn man, statt darauf zu beharren dass jetzt alle vor
neid erblassen weil man so toll ist, anderen zu helfen, auf ihre art auch so
toll zu werden. da wäre anderen auch geholfen und man hat selber seinen teil
dazu beigetragen. wenn jetzt in bestimmten regionen nicht gerade krieg wäre, und
genau die zwei länder wo ich hinwill sich nicht die köpfe einschlagen würden,
würde ich auch da hin fahren, alleine.
*** Anzeige vom 24.08.2025 13:09:34 ***
Anzeige von: Gino
E-Mail senden
Hallo in die Runde,
wieder zurück in Deutschland und jetzt Klär ich mal auf, was diese Geschichte in
dem anderen Forum überhaupt war. Eine Person wollte wissen, wo man diese
Armbinden überhaupt her bekommt, und schilderte ihre Situation. Ich konnte
nachvollziehen, dass sie sich in diesem Fall kennzeichnen möchte, und es war
eine Situation, wo sie den Stock nicht benutzen kann.
Statt diese Frage zu beantworten, wurde verbal auf diese Person eingedroschen.
Ich habe den Standpunkt vertreten und vertrete ihn weiter, solange jemand das
von sich aus möchte, also freiwillig macht, ist das doch völlig in Ordnung. Ich
verstehe die ganze Diskussion darüber nicht.
Damals zur Schulzeiten wurde bei mir akzeptiert, der Stock reicht. Dafür wurde
ich allerdings genötigt, manchmal eine Sonnenbrille aufzusetzen, weil meine
Augen nun mal so aussehen, wie sie aussehen. Ich habe daher eine tiefe Abneigung
gegen Brillen, so wird es bei euch dann wahrscheinlich mit den binden sein.
Zwang ist immer Scheiße.
*** Anzeige vom 23.08.2025 21:20:09 ***
Anzeige von: Christian
Hey Horseman,
viele werden entweder jetzt vor Neid erblassen, dich für verrückt erklären (weil
man als Blinder sowas ja nicht machen kann), dich in der virtuellen Luft
zerreißen, alles, weil sie sich - neudeutsch - getriggert fühlen, wenn Menschen
etwas machen, was sie selber nicht tun können/wollen...
Aber ich finde es einfach nur großartig! So lang du eine schöne Zeit in Marokko
hattest und dir viele Eindrücke mit nach Hause genommen hast, umso besser.
Ich zitiere die Ärzte: Lass die Leute reden, hör einfach nicht hin... usw.
*** Anzeige vom 23.08.2025 12:17:59 ***
Anzeige von: Eugenius
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moin moin ich trage auch nur einen stock und fahre auch manchmal alleine oder
mit einem Kumpel in den Urlaub wenn viele zu dumm sind an dem Stock zu erkennen,
dass man blind ist, ist das deren Problem blindenbinde und anstecker habe ich
zwar nutze es aber nicht, weil es auch nicht immer was bringt.
gruß eugenius
*** Anzeige vom 23.08.2025 09:58:02 ***
Anzeige von: SightlessHorseman
Und jetzt noch zum ganzen Rest.
Die letzten Beiträge von einigen Personen zeigen mal wieder sehr gut, warum ich
mich vom Großteil der Blindenszene distanziert und mit dieser nichts mehr zu tun
haben will. Zu viele Leute die lieber rumheulen und sich selbst bemitleiden als
den Arsch hoch zu kriegen und selber was zu machen. Ich habe zwar noch einige
Blinde freunde, hier liegt aber auch das selbe Mindset vor, selber etwas machen
als nur rum zu sitzen.
Ich habe keine Ahnung wer Gino ist, von dem was er schreibt wirkt er aber wie
ein ganz Patenter Kerl mit dem ich mal ein Bierchen heben würde.
Und um die zurückgebliebenen ein bisschen zu triggerm ich habe dieses Jahr einen
genialen Reiturlaub in Marokko verbracht, habe Land und Leute kennen gelernt,
wir waren mit den Pferden im Mehr und sind am Strand geritten, kann ich jedem
nur empfehlen.
*** Anzeige vom 23.08.2025 09:52:22 ***
Anzeige von: SightlessHorseman
Ich werde das wahrscheinlich aufteilen müssen,
Zunächst einmal zu Blindenbinde, ich trage diese persönlich nicht, da ich den
Stock als Identifikation im öffentlichen Raum für ausreichend halte. Ich kenne
zwar einige Leute, die diese eine Zeit lang getragen haben, dies aber
mittlerweile auch nicht mehr tun. Ich sehe für mich einfach keinen Vorteil
darin, dass ich blind bin ist an genug Merkmalen fest zu machen.
*** Anzeige vom 22.08.2025 22:47:16 ***
Anzeige von: Christian An Anna
Aber Anna, ist es unsere Aufgabe, den Zweiflern zu beweisen, dass wir wirklich
blind sind? Und bringt so ein blöder Anstecker, den sich - sorry - auch jeder
Honk einfach im Netz bestellen kann, uns da wirklich weiter?
Scheiß auf die Vollpfosten, auf die man in allen Städten treffen kann! Sie sind
es nicht Wert, dass wir wegen denen anfangen, uns mehr zu kennzeichnen, als
unbedingt nötig. Lass sie reden und zweifeln, du weißt es besser und das reicht
doch. :-) Wir müssen Blindheit niemandem auf der Straße, im Restaurant oder im
Zug beweisen.
*** Anzeige vom 22.08.2025 19:17:54 ***
Anzeige von: Anna M.
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zum thema armbinde/kennzeichnung: ich fand die alten armbinden besser. die lagen
nicht so eng an. ich hab leider sehr dicke arme. dann noch mit winterjacke. das
schnürt echt ein bisschen ab. ich helf mir mit so steckern, anstecknadeln mit
dem blindenzeichen auf der brust und/oder am rucksack. grad in städten ist es
so, dass viele vollpfosten euch für simulanten halten, wenn ihr euch nicht
kennzeichnet. ein stock reicht da oft nicht aus. so ein vollhonk in der
dresdener innenstadt hat mich ernsthaft gefragt ob er meinen "simulantenkoffer"
welcher mein Einkaufskoffer war, einmal wegkicken dürfte. und was mir einfiele
andere um allmosen anzubetteln und meine Blindheit zu simulieren. Kennzeichnen
schafft dort echt abhilfe. somit sehen alle, ihr habt den stock nicht zum
spaß... Leider ist die gesellschaft da sehr verkorkst. und das wird leider noch
schlimmer.... lg anna
*** Anzeige vom 22.08.2025 19:11:52 ***
Anzeige von: Anna M.
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hallo in die runde. ich war auch schon mal alleine in polen, bzw in tschechien.
ich wurde dort abgeholt weil ich zu meinen damaligen freunden jeweils gefahren
bin. das wurde so organisiert dass die mich abgeholt haben. wäre auch fast
wieder allein nach tschechien, diesmal ins hotel, aber das hat dann nicht
geklappt. habe halt den vorteil, dass ich polnisch/tschechisch kann. und ich bin
auch vollblind... hab da auch keine hämmungen wenn ich das alles so organisieren
kann, dass ich jemanden habe der dann dafür sorgt dass ich in die unterkunft
komm, dann geht das schon.
*** Anzeige vom 22.08.2025 19:04:08 ***
Anzeige von: Blind
Ich kann gut nachvollziehen, dass viele diese Armbinden nicht tragen möchten
– und das völlig zurecht. Man sollte nicht unterschätzen, wie ungewohnt
oder sogar belastend das Tragegefühl sein kann, vor allem wenn die Binde eng
anliegt.
Außerdem ist es nicht immer so einfach, sie „mal eben“ wieder
abzulegen, besonders wenn man unterwegs ist oder sich in einer Umgebung
befindet, in der man nicht sofort reagieren kann. Wenn jemand meint, dass das
alles immer so einfach ist, hat er wohl nie welche getragen oder trägt keine.
Wegen Gino sage ich nichts mehr – wir haben ein anderes Forum, wo wir
darüber sprechen können.
*** Anzeige vom 22.08.2025 15:32:44 ***
Anzeige von: Christian
Ich für meinen Teil war froh, nach meiner Internatszeit nie wieder diesen
Stofffetzen am Arm tragen zu müssen.
Klar, ist man so erkennbarer, gerad mit zusammengeklapptem Stock im Zug oder
sonstwo. Aber warum muss ich mich sitzend auch noch kennzeichnen? Dann könnt ich
mir auch ein Schild umhängen: "Hallo, ich bin blind, aber sie dürfen mich ruhig
trotzdem normal ansprechen"...
Ich habe auch keine "Angst" vor der Frage, ob ich nun wirklich blind oder
sehbehindert bin, was einige ja - dies weiß ich aus unzähligen Unterhaltungen -
durch die Armbinde zu vermeiden versuchen.
*** Anzeige vom 22.08.2025 10:03:44 ***
Anzeige von: MN
Hey Gino,
ich denke, du solltest deinen Urlaub genießen! Die Personen, denen du die Hand
reichen willst, denen du (mal wieder) anbietest, alte Dinge zu klären, falls es
überhaupt Klärungsbedarf gibt, diese Personen werden dein Angebot sowieso
ausschlagen, weil sie gar nicht an einer Klärung interessiert sind, sondern sich
hier nur in schäbiger Weise profilieren wollen!
Ergo: Hab einen schönen Urlaub!
*** Anzeige vom 22.08.2025 09:45:23 ***
Anzeige von: Gino
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Hallo in die Runde,
liebe Grüße aus der Nähe von Rimini aus dem Urlaub.
Zu einigen Themen werde ich mich entweder morgen oder übermorgen äußern. Was die
Sache um meine Person angeht, nur so viel dazu, ich verwende hier meinen
richtigen Namen und meine richtige E-Mail-Adresse. Meine Hand ist gereicht, wenn
irgendetwas unklar ist oder ihr etwas klären wollt, scheut euch nicht
kontaktiert mich einfach. Meine Hand ist gereicht ihr müsst sie nur nehmen.
Liebe Grüße
*** Anzeige vom 22.08.2025 07:47:46 ***
Anzeige von: MN
Sorry, ich nehme meine letzte Nachricht zurück.
Bin da glaube ich etwas durcheinander gekommen mit den ganzen Nicknamen. ;)
Passiert halt, wenn keine Klarnamen verwendet werden. Hmm...
*** Anzeige vom 22.08.2025 07:42:56 ***
Anzeige von: MN
@blind
Glückwunsch zu deiner letzten Wortmeldung. Sie klang mal weitgehend konstruktiv
und sachlich. Du kannst dich also scheinbar auch durchaus vernünftig mitteilen.
Versuchs mal weiter so, dann bringst du vielleicht mehr in Gang, als du ahnst.
Schönes Wochenende euch allen.
*** Anzeige vom 22.08.2025 01:25:11 ***
Anzeige von: @blind
Ich trage in bestimmten Situationen eine Armbinde – z. B. im Zug mit
Noise-Cancelling-Kopfhörern oder auf Märkten und Veranstaltungen. Sie sitzt zwar
manchmal etwas eng und man spürt sie deutlich, aber das empfinde ich nicht als
unangenehm. Gino hatte dazu mal sachlich etwas gesagt – er hat es weder
empfohlen noch davon abgeraten, nur gemeint: Wenn man sie freiwillig trägt, ist
das völlig ok. An beiden Armen empfinde ich aber als übertrieben.
*** Anzeige vom 21.08.2025 23:14:36 ***
Anzeige von: Fragezeichen???
@blind, ich verstehe wieder einmal dein Problem nicht. So wie sich das für mich
liest, hast du ganz andere Probleme aufzuarbeiten, die nur im Hintergrund etwas
mit fehlendem Augenlicht zu tun haben.
Ich habe mein ganzes Leben noch keine Blindenbinde getragen, und wüsste auch
nicht, wozu das gut sein soll. Man hat doch eigentlich den Stock?
Wie gesagt, ich verstehe mal wieder dein Problem nicht.
Aber was ich auch nicht verstehe, wieso trägst du es überhaupt hierher, wenn
Gino irgendwo anders was geschrieben hat? Mensch Kind, klär das privat mit dem
armen Kerl. weil hier versteht man ansonsten nur Bahnhof.
*** Anzeige vom 21.08.2025 19:51:15 ***
Anzeige von: Ema
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@Blind
Liest du eigentlich was du schreibst? Warum trägt man eine Binde, wenn es so
unangenehm ist? Auch ohne zu wissen, was Gino gesagt hat, bin ich mir zu 99%
sicher, dass er Recht hatte: Entweder man trägt die BInde, wenn sie eben nicht
so schlimm ist oder man lässt es, wenn sie es doch ist. Niemand zwingt einen in
dem Punkt zu irgendwas. Also trägt man sie und lebt mit der eigenen
Entscheidung, vor allem weil man das Ding ja immer wieder abnehmen kann,
wenn‘s zu viel wird oder man lässt es. Das ist nicht gerade kompliziert xD
*** Anzeige vom 21.08.2025 18:51:32 ***
Anzeige von: Blind
Bevor du sagst, es ist nicht schlimm, eine Binde zu tragen trag sie doch selber
und mach die Erfahrung. Die Ausrede, die Person in dem Forum wollte das von sich
aus zählt nicht. Deine Ausrede ich hab keine wenn die jetzt kommt zählt auch
nicht dann Kauf dir eben eine. Ist der Herr aber zu fein für
*** Anzeige vom 21.08.2025 18:44:54 ***
Anzeige von: Blind
Gino, du hast es in einem anderen Forum nicht ausgeredet, eine Armbinde zu
tragen – aber als jemand, der wirklich blind ist, ist es eigentlich deine
Pflicht, ein Bewusstsein dafür zu haben, was das bedeutet. Und ehrlich gesagt:
Wer nach eigener Aussage noch nie so eine Binde getragen hat, kann auch nicht
nachvollziehen, wie sich das körperlich anfühlt – und vor allem, was es
mit einem macht.
So eine Binde ist nicht nur ein Stück Stoff. Sie liegt eng am Arm, manchmal
etwas steif, manchmal reibt sie. Man spürt sie bei jeder Bewegung – beim
Gehen, beim Sitzen, selbst wenn man nur den Arm hebt. Sie ist immer da, spürbar,
und unter Kleidung kann sie drücken oder scheuern. Gerade bei längerer
Tragedauer merkt man, dass sie einfach körperlich präsent ist – nicht
angenehm, nicht bequem, sondern eben eine Belastung, die man dauerhaft mitträgt.
*** Anzeige vom 21.08.2025 06:36:52 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo,
ich finde es super, dass Du mit Deiner Freundin so viel unterwegs bist - nur so
kann man seinen eigenen Horrizont erweitern und die Grenzen ausloten. Bei den
ganzen Angeboten für uns Blinde und Sehbehinderte, ist doch sehr viel auf uns
zugeschnitten, Tastführungen usw. Ich selbst mag sowas überhaupt nicht. Ich bin
zwar gelegentlich gerne mit blinden Freunden in Saulgrub. Genauso genieße ich
die Zeit mit Sehenden oder auch Blinden und Sehbehiderten in guten
Wellnesshotels. Meinen Unterstützungsbedarf organisiere ich im Vorfeld und es
gab nie Probleme.
Übrigens ist die Homepage des AURA Hotels Saulgrub neu und jetzt noch viel
besser für Sehende - wird ja auch langsam Zeit. Ich freu mich über jeden
Nichtbehinderten dort! - hab schon viele nicht behinderte Leute dort
kennengelernt und Feundschaften sind entstanden.
Gruß
*** Anzeige vom 20.08.2025 17:58:39 ***
Anzeige von: Ema
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Einfach nur zum triggern: Ne vollblinde Freundin war alleine in Thailand, wir
waren gemeinsam in Amsterdam und ich, auch vollblind, will alleine nach
Thailand. Die Meisten werden hier einfach vorbeiscrolen und hinterfragen,
welchen Sinn diese Anzeige hat. Andere werden sich drüber aufregen und sagen,
dass wir nicht in Freiheit leben sollen, weil das ja unfair allen gegenüber ist,
die zu faul sind, ihr edles Hinterteil vom Sofa zu bequemen. Mit Sicherheit
werdet ihr sagen, ich will nur angeben, aber nein. Ich will euch schlicht und
einfach vorhalten, dass ihr nichts dagegen unternehmen könnt, wenn wir keine
Umstiegshilfen nehmen und machen was wir wollen. Also lasst uns doch bitte in
Ruhe und steckt die Energie, die ihr dann einspart, doch darin, euer eigenes
Leben zu verbessern. Ihr werdet sehen, es wird allen Beteiligten, aber vor allem
euch, so besser gehen meine Freund*innen. 😁
*** Anzeige vom 20.08.2025 17:43:28 ***
Anzeige von: Ema
@Jojo: Das ist ein wichtiger Punkt, vor allem für uns mit Hundehaarallergie. Es
gibt Situationen, in denen man den Hund auch in eine Bäckerei mitnehmen muss,
weil man ihn nirgends sonst festbinden kann. Es gibt auch Menschen, die sehen
können, aber andere Assistenzhunde haben, um ihnen beispielsweise durch
Panikattacken zu helfen. Die kann man nicht einplanen, also kann ich in solchen
Situationen auch noch verstehen, wenn man den Hund mitnimmt, aber ein nur
blinder Mensch… Ich weiß ja nicht…
*** Anzeige vom 20.08.2025 07:54:59 ***
Anzeige von: :-(
Echt peinlich diese Dieskussion hier. Das bestätigt mir sehr, dass es eine gute
Sache ist sich fast komplett außerhalb der Blindenkreise zu bewegen. Weshalb
darf nicht jeder so leben, wie es dem Wesen entspricht?
*** Anzeige vom 20.08.2025 06:25:26 ***
Anzeige von: Jojo
Guten Morgen,
ich bin der Meinung, dass Führhunde imSupermarkt oder auch in anderen
Geschäften, z.B. auch in Bäckereien, nichts zu suchen haben. Klar ist es ein
Hilfsmittel, aber viele Blinde benutzen ja auch zusätzlich denStock, so dass der
Hund draußen bleiben könnte. Ich finde das eine rücksichtslosigkeit den
Mitarbeitern und Kunden gegenüber, wenn die Leute die Hunde da mit rein nehmen.
Dazu kommt, dass viele Führhunde nicht gut erzogen sind und überall
herumschnüffeln oder die Leute anspringen, auch wenn sie im Führgeschir sind.
Kein Witz, hab ich selbst schon erlebt.
Sonnige Grüße an diesem vorerst letzten heißen Sommertag aus München!
*** Anzeige vom 19.08.2025 19:25:06 ***
Anzeige von: Lit
So war das auch schon in der Schule mit Gino. Für alles, was in euren Leben
nicht lief, war er verantwortlich.
Für seine Fehler hat er Verantwortung übernommen, die er nie gemacht hätte, wenn
ihr den Blödsinn mit ihm nicht gemacht hättet.
Wie war denn die Geschichte vor gut zehn Jahren mit dem Haus? Gab es da nicht
zwei Damen, die unbedingt mit ihm zusammen in einem großen Haus wohnen wollten,
was er zu bezahlen hat. Als klar war, dass er das nicht möchte und dass es kein
Haus gibt, war er doch wieder mal der Idiot für alle. Man kann Gino nur
beglückwünschen, dass er ein anderes Leben führt und mit so mancher Mpschpoke
nichts zu tun hat.
Wenn wir bei alten Geschichten sind, eine von den beiden, war damals schon unter
den Blinden als die größte Schlampe von allen bekannt.
*** Anzeige vom 19.08.2025 17:40:51 ***
Anzeige von: Hm
Gibt's hier nichts anderes mehr als über euren "Superblinden Gino" zu schreiben.
Das Thema hängt mir aus alle Körperöffnungen raus. Ich hätte einen besseren
Vorschlag, über den es sich lohnt zu diskutieren. Was ist, wenn ein Blindenhund
im Supermarkt oder im Esslokal einen ziehen lässt? Das war das "Beste" was ich
hier auf der Pinwand je gelesen habe.
*** Anzeige vom 19.08.2025 15:44:05 ***
Anzeige von: J.
@ Heidrun:
Du has Recht, in jedem ormalenChat gib tman seine Daten an, damit man persönlich
kontaktiert werden kann. Das Problem ist hier, dass Blinde oft grausam sind und
nur darauf warten, Leute zu belästigen. Ich gebe meine Daten hier nicht mehr an,
habe leider hier sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Es ist traurig, aber nunmal
Realität.
*** Anzeige vom 19.08.2025 15:19:58 ***
Anzeige von: Heidrun
E-Mail senden
guten tag in die runde, wenn man dem ganzen hier folgt, könnte man meinen, man
wäre im kindergarten. eine vernünftige diskusion kommt wohl nie zustande. warum
geben sich hier einige nicht zu erkennen? man könnte sie evtl. persönlich
anschreiben.
gruß
heidrun
*** Anzeige vom 19.08.2025 13:35:38 ***
Anzeige von: J.
Zur Diskussion mit den Vegetariern und sonstigen Essgewohnheiten, Alkohol usw.:
Ich respektiere jeden, der sich ausschließlich vegetarisch, vegan oder sonst wie
ernährt und auch mal das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich nimmt,
ohne dabei auffällig zu werden. Genauso akzeptiere ich Raucher. Bei gebotener
Toleranz auf beiden Seiten ist so ein gesundes Miteinander möglich. Warum soll
ich mich als Fleischesser nur vegetarisch ernähren, oder keinen Alkohol mehr
trinken, nur , weil sich das irgendwelche Dummschwätzer einbilden? Wenn jemand
so leben möchte, ist das doch in Ordnung und wenn ich mich imGegenzug nur von
Pommes, Cola und Chips ernähre, ist es auch meine Sache. Da kann derjenige mich
hundertmal zu Hause besuchen und mir was vorschreiben. Wenn ich wirklich Besuch
von Vegetariern haben sollte, gibts einfach was, was allen schmeckt. Derjenige
kann dann ja das Fleisch weglassen, zumRauchen rausgehen und statt Bier Wasser
trinken.
Gruß
*** Anzeige vom 19.08.2025 13:09:23 ***
Anzeige von: An Blind
Es ist nicht ungerecht, dass Gino so lebt, wie er lebt, da liegt es doch eher an
dir, dein Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Den Vorschlag mit dem
Therapeuten finde ich nicht mal das Schlechteste, das hat schoon so Manchem
geholfen. Wer so viel Energie hat, auf einem einzelnen Mann herumzureiten, kann
auch einfach mal,entschuldigt die Ausdrucksweise, seinen faulen Arsch heben.
*** Anzeige vom 19.08.2025 11:58:57 ***
Anzeige von: J.
Hallo nochmal,
ich mache mir immer viele Gedanken, wie ich auf meine Mitmenschen - und da
meine ich jetzt alle Mitmenschen, nicht nur Blinde und Sehbehindete - wirke.
Möchte ich als Steinzeitmensch angesehen werden, der keine Kommunikationsformen,
LPF-Techniken usw. gelernt hat? Nein, ich zumindest nicht. Ich bin politisch
und gesellschaftlich interessiert, treibe Sport und unternehme alles Mögliche,
was das Leben lebenswert macht. Hier wirkt es eher so, als dass viele vor sich
hin dümpeln, Radio, Fernseher, Telefon und Intenet sind ein Femdwort, was die
Meinungsbildung betrift. Dann wird irgendein veralteter Blödsinn irgendwann aus
der Schulzeit aufgekocht, damit man was beisteuern kann und sich nicht den
ganzen Tag langweilt.
Einigen, die hier was schreiben, würde ich dringend den Gang zum Therapeuten
anraten!
*** Anzeige vom 19.08.2025 10:18:41 ***
Anzeige von: D
Ich kann @J da nur absolut zustimmen. Und alleine wieder dieser Beitrag von
@blind, unter aller Kanone ist das.
@Blind, wer solche Freunde wie dich hat, der braucht definitiv keine Feinde mehr
im Leben. Mehr kann ich da nicht mehr zu sagen, da es mir die Sprache
verschlagen hat.
Ich weiß schon, weshalb ich mich komplett aus der sogenannten Blindenszene
zurückgezogen habe, da bekommt man ja nur Schwierigkeiten. Entweder man wird
irgendwo angeschwärzt, es werden Hasstiraden über einen geschmettert, oder es
wird erwartet, dass man wie im vorletzten Jahrhundert lebt. Und ihr wundert
euch, weshalb man sich von euch zurückzieht?
*** Anzeige vom 19.08.2025 09:11:02 ***
Anzeige von: J.
Hallo,
ich weiß nicht, was das hier schon wieder soll. Wir leben doch alle frei und
wenn nicht, läuft im Leben etwas verkehrt. Alle reiten auf Gino rum, ich versteh
das überhaupt nicht. Jeder hat sein Leben ob mit oder ohneBehinderung und was
man daraus macht, ist jedem seine Sache. Wir könnten uns auch alle hinsetzen,
saufen und fressen (bitte entschuldigt diese Ausdrücke, aber bei vielen von
denBlinden ist das der normale Umgangston, erschreckend!), Trübsal blasen und
uns bemitleiden lassen. Oder wir gehn raus und machen was draus, wie eben Gino
und viele andere von uns auch. Und es ist völlig egal, wie er sich früher in der
Schule verhalten hat. Ihr seid doch nur neidisch, weil Ihr Euer Leben nicht auf
die Reihe kriegt und Ihr wisst nicht, was Ihr den ganzen Tag machen sollt, also
wird hier dummes Zeug reingehackt. An Ginos Stelle würde ich einen Rechtsanwalt
beauftragen und die Leute anzeigen.
Kasperletheater ist das hier!
*** Anzeige vom 19.08.2025 08:41:42 ***
Anzeige von: Blind
Sag mal, Gino, möchtest du nicht in Italien bleiben? Es gefällt dir doch dort
und wir hätten unsere Ruhe.
Eine andere Frage an dich in manchen WhatsAppgruppen bist du jetzt mit einer
österreichischen Nummer. Du hast deine Nummer kürzlich geändert mit der
Begründung, du bist jetzt öfter in Österreich. Die wie lange bist du in
Deutschland und wie lange in Österreich? Das ist wichtig wegen deinem
Blindengeld. Hast du dich darum schon gekümmert? Was wir hier machen, ist kein
Stalking. Es ist einfach nur ungerecht, dass er so lebt und so frei lebt. Im
Gegensatz zu vielen von uns.
*** Anzeige vom 18.08.2025 08:08:34 ***
Anzeige von: Willy
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Hallo Matze und wg Gino: Ich habe auch Freunde, die kein Fleisch essen und
keinen Alkohol trinken. Wenn ich mich mit denen treffe, oder die kommen zu mir
nach Hause, gibt es außer für den "Nicht-Fleisch-Esser" sehr wohl auch Fleisch
und ein gutes Glas Wein! Der vegetarische Freund bekommt dann eben Fisch. Das
finde ich respektvoll dem Vegetarier gegenüber und umgekehrt. Ich muss ja nicht
auf Fleisch verzichten, wenn einer dabei ist, der lieber fleischlos lebt.
*** Anzeige vom 17.08.2025 20:22:46 ***
Anzeige von: Gino
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Ich nehme mir noch die Zeit. Fahre gleich Richtung Italien!
Mir ist es egal, wer wie über mich spricht. Ich weiß, aus welchen Kreisen es
kommt. Und nur so viel, ich bekomme in der Gaststätte mein Fleisch nicht
geschnitten. An so mancher Stelle würde ich die Zeit investieren, mal
selbstständiger zu werden oder mein soziales Verhalten zu überdenken.
Einige von euch beschweren sich, dass sie im Leben abgelehnt werden. Das hat
nichts mit eurer Blindheit zu tun, es ist euer Sozialverhalten.
*** Anzeige vom 17.08.2025 19:17:24 ***
Anzeige von: Tommi
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Hallo der den Chino storkt,
ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich mich direkt an dich wende. Mir
ist aufgefallen, dass du häufig über Chino schreibst. Vielleicht wäre es
hilfreich, darüber nachzudenken, ob du mit einem Therapeuten sprechen möchtest.
Es könnte sein, dass du unbewusst Verhaltensmuster entwickelst, die in Richtung
Stalking gehen.
Heute Abend treffe ich mich übrigens mit einer Kuh, und wir gehen gemeinsam auf
die Wiese. Ich habe beschlossen, einfach mal mitzumachen und Heu, Gras oder
Blumen zu probieren – schließlich sollte man offen für Neues sein, oder?
Bitte verstehe mich nicht falsch, ich meine das nicht böse. Ich denke nur, dass
es dir guttun könnte, mit jemandem professionell über deine Gedanken und Gefühle
zu sprechen. Vielleicht gibt es in einer Klinik in deiner Nähe Möglichkeiten,
die dir weiterhelfen können.
Alles Gute und pass auf dich auf.
*** Anzeige vom 17.08.2025 12:54:38 ***
Anzeige von: Gino
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Ich respektiere die Lebensweise anderer, das Gleiche erwarte ich von meinem
gegenüber. Es ist ein unterschied, ob man etwas respektiert oder Rücksicht nimmt
oder seinen gegenüber bevormundet, wie es in diesem Fall war.
Wenn ich in Berlin bin, esse ich gerne den Kreuzberger Döner oder eben ein
Eisbein, das lasse ich mir nicht nehmen.
Weil ich so wichtig bin, teile ich euch das mit, bin gerade auf dem Weg nach
Italien. Habe lange Aufenthalt in München, dort esse ich erst mal einen
Krustenbraten.
*** Anzeige vom 17.08.2025 08:33:05 ***
Anzeige von: Claudia
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@wg Gino:
ich habe in meinem Bekanntenkreis auch Vegetarier. Die würden von mir aber nie
erwarten, dass ich auf Fleisch verzichte. Ich esse zwar wenig Fleisch, aber
wenn, dann mit Genuss. Also, was ist das für eine Argumentation? Wer Fleisch in
Gegenwart von Vegetariern ist, ist rücksichtslos? Das wäre dann der Fall, wenn
mir jemand Fleisch auf den Teller packt, und die betreffende Person weiß, dass
ich Vegetarier oder Veganer wäre. Lasst doch die Leute essen, was sie mögen. Wo
ist das ernsthafte Problem?
*** Anzeige vom 16.08.2025 23:41:39 ***
Anzeige von: Annette Simmet
Na und! ich esse Fleisch und manchmal auch vegetarisch. Vegetan lehne ich ab,
halte von dieser neumodischen Masse überhaupt nichts, weil da sehr viele
wichtige Nährstoffe fehlen. Nur weil Veganer mit am Tisch sitzen, verzichte ich
nicht auf Fleisch, guten Hunger!
*** Anzeige vom 16.08.2025 21:22:35 ***
Anzeige von: Matze
Muss Gino dann auch rauchen, aus Respekt, wenn deine Freunde rauchen? Oder
Alkohol trinken, wenn deine Freunde Alkohol trinken?
*** Anzeige vom 16.08.2025 19:29:50 ***
Anzeige von: Wg Gino
Freunde von mir haben sich mit Gino getroffen – obwohl sie klar gesagt
haben, dass sie vegan leben, bestellt er sich ausgerechnet ein Eisbein. Null
Rücksicht, einfach daneben. Und dann wundert man sich über Ablehnung? Wenn man
sich bewusst gegen grundlegende Werte anderer stellt, muss man sich nicht
wundern, wenn es knallt. Mein Tipp: Wer sich mit ihm trifft, sollte nur vegane
Lokale wählen – damit klar ist, was zählt: Respekt.
*** Anzeige vom 14.08.2025 13:16:23 ***
Anzeige von: Red.
Liebe Isabelle, Formen von Fernassistenz gibt es in Deutschland schon länger.
Ich denke z.B. an die App "be my eyes", über die man sehende Nutzer um Hilfe
bitten kann, seit einiger Zeit wahlweise auch eine KI. Ich selbst nutze eine
Arbeitsassistenz, die ich längst nicht immer neben mir sitzen habe. Aufbereiten
von Dokumenten oder beschreiben von Videoinhalten geht beispielsweite auch gut
mal virtuell. Liebe Grüße, Red.
*** Anzeige vom 14.08.2025 00:32:36 ***
Anzeige von: Sebastian
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ich finde die Fernassistenz auch interessant, für Arbeitsassistenz gleichwohl
wie für privat. Da kommt es natürlich auf ein geeignetes Abrechnungsmodell an.
*** Anzeige vom 13.08.2025 14:15:36 ***
Anzeige von: Jojo
Nachtrag:
Zum Auffinden von Gegenständen oder Text benutze ich neuerdings auch sehr gerne
die App OOrion. Mit dieser App ist es möglich, bereits vordefinierte Objekte in
der Umgebung (z.B. Schlüssel, Handyhülle, Fernbedienung) zu finden, da man durch
Signaltöne unmittelbar zum gewünschten Objekt geführt wird (nähert man sich mit
der Kamera des Handys dem zu suchenden Gegenstand, erhöht sich der Signalton).
Man kann dieser App auch neue Gegenstände beibringen, aber das hab ich noch
nicht ausprobiert.
Eine Fernassistenz kann dennoch in meinen Augen die bereits bestehenden Angebote
für uns sinnvoll ergänzen.
Gruß
*** Anzeige vom 13.08.2025 14:00:31 ***
Anzeige von: Jojo
Hallo Isabelle,
Fernassistenz würde ich als Vollblinder auf jeden Fall benutzen, so ich sie denn
benötigen würde. Oftmals mache ich das ja bereits, in dem ich die App Be my Eyes
nutze. Mit dieser App kann man auch einen Freiwilligen anrufen, wenns mal gar
nicht weitergeht. Oft mache ich aber auch Videotelefonie über WhatsApp oder
iMessage und lasse mir von der Familie oder anderweitig helfen.
Auf jeden Fall kann das Angebot einer Fernassistenz das bestehende Angebot
sinnvoll ergänzen. Die technischen Möglichkeiten gibts ja bereits.
Sonnige Grüße aus München!
*** Anzeige vom 13.08.2025 13:46:17 ***
Anzeige von: Isabelle
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Hallo in die Runde,
hier ist einiges los, wie ich lese. Hoffe, ihr geht mit der Frage einer Sehenden
konstruktiv um. Ich habe von einem Blinden gelesen, der in Deutschland gerne die
Fernassistenz einführen möchte. Auch hatte ich ein Telefonat mit einer
Selbständigen, die für Neurodivergente und psychisch Kranke virtuelle
Arbeitsassistenz anbietet. Wie seht ihr das? Wäre es etwas, was ihr auch in
Anspruch nehmen würdet?
*** Anzeige vom 13.08.2025 10:48:05 ***
Anzeige von: ---
@Blind, wenn du deine Faulheit gerne zelebrieren willst, mach das gerne, aber
lass doch die anderen damit in Ruhe. Und nur so ein kleiner Denkanstoss, jeder
Mensch, egal ob blind oder sehend hat verschiedenste Fähigkeiten. Die Einen
können alleine reisen, die Anderen eben nicht. Tut euch das so weh, dass ihr das
nicht hinbekommt, oder wieso wird hier ständig darüber psalmodiert? Eine
anständige Mobilitätsschulung soll da Abhilfe schaffen, habe ich gehört. Und da
können euch sogar eure heiligen Blindenvereine helfen, eine geeignete Lehrperson
zu finden. Ahmen!
PS, Ich habe noch nie nach einem Paket mit dem Stock stochern müssen,
Umleitungen in Paketshops oder ähnliche Einrichtungen sollen da Abhilfe
schaffen.
*** Anzeige vom 13.08.2025 06:39:28 ***
Anzeige von: !!!
@Blind:
Dein Zuspruch für Blindenvereine und vergleichbare Institutionen ist schon
augenfällig. Vielleicht versuchst du ja auch auf diesem Weg hier, neue
Mitglieder zu akquirieren. ;)
Wenn du aber diese Sichtweise, dass sich Vereine etc. diversen Sachverhalten
annehmen müssen, so vehement vertrittst, solltest du dich dann nicht erstmal an
diese Institutionen wenden, um in Erfahrung zu bringen, für welche Aufgaben sie
sich tatsächlich in der Zuständigkeit empfinden?!?
*** Anzeige vom 13.08.2025 06:20:55 ***
Anzeige von: Jojo
Guten Morgen,
ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo das Problem liegt. Bei Paketen habe ich
einen klaren Ablageort definiert oder sie werden an Nachbarn bzw. in einem
Geschäft bei mir in der Straße übergeben und ich hole sie dann ab. Das kann man
problemlos im Internet einrichten. Daneben nutze ich die Post- und DHL-APP und
erfahre so immer, wann was zugestellt wird (geht für Pakete und Briefe). .
Wenn die Leute mit ihrem Stock im Garten oder auf dem Hof rumstochern und ihre
Post/Pakete zusammensuchen, ist das meiner Meinung nach eine klare Sache, die
man organisieren kann. Klar ist es schwierig, weil viele der Paketboten und
Briefzusteller nicht sehr gut Deutsch sprechen, aber einen Weg gibts immer. Das
ist meiner Meinung nach auch keine Sache der Blindenvereine, denn bei jedem
läufts anders. Aufklärungsarbeit fängt bei jedem selbst an, ob diese aktiv
betrieben wird, muss jeder für sich individuelle ntscheiden.
Gruß
*** Anzeige vom 13.08.2025 02:47:43 ***
Anzeige von: Ema
@Blind
Wenn doch die Aufklärung nicht in private Hände gehört, kannst du dich doch auch
raushalten. Du widersprichst dir selber.
Wenn du der Meinung bist, jeden Weg zu trainieren, ist das dein Problem. Ein
Blick in die Glaskugel verrät mir zwar, dass du damit irgendwann noch ernste
Probleme kriegst, weil jeder mal im unbekannten Gebiet auf sich gestellt ist,
aber das ist dein und nicht mein Problem. Leben und leben lassen, aber leider
scheinst du das nicht zu können. Schade… Ich wäre sogar mit dir in die
Diskussion gegangen, aber du lässt ja keinen Raum für andere Meinungen…
*** Anzeige vom 12.08.2025 23:01:40 ***
Anzeige von: Blind
Es kann doch wirklich nicht euer Ernst sein, was hier gerade passiert. Jetzt
startet man also einen inoffiziellen Wettbewerb, wie weit man mit einem
Blindenstock laufen kann, um zu beweisen, wie "selbstständig" man ist? Ganz
ehrlich: Das ist keine Selbstständigkeit, das ist blanker Unsinn. Und es hilft
niemandem – im Gegenteil.
Blinde müssen neue Wege trainieren – das geht nicht einfach so mit "Ich
probier’s mal". Und was die sogenannte "Aufklärungsarbeit" betrifft: Die
gehört in die Hände von Vereinen, Fachstellen und Institutionen – nicht in
die von Privatpersonen, die sich in ihrer Selbstinszenierung verlieren. Man
sieht ja, was dabei rauskommt: Chaos, falsche Infos, und am Ende redet jeder
aneinander vorbei.
Und jetzt mal im Ernst: Kommen wir wirklich an den Punkt, wo Blinde anfangen
sollen, mit dem Langstock im Garten oder auf dem Hof Pakete zu suchen, die der
Bote irgendwo hingeschmissen hat? Wo soll das noch hinführen?
*** Anzeige vom 12.08.2025 22:59:40 ***
Anzeige von: Blind
Statt uns gegenseitig zu belehren, sollten wir lieber gemeinsam an einer klaren
Forderung arbeiten: Paketdienste und Amazon müssen sensibilisiert werden! Ob mit
einer Petition, über Behindertenbeauftragte oder durch Druck auf die Politik
– es braucht eine gesetzliche Regelung, dass Pakete vernünftig übergeben
werden müssen und nicht irgendwo abgestellt werden. Genau dafür müssen
Blindenvereine und Institutionen aktiv werden. Und das funktioniert nur, wenn
wir zusammenhalten.
An die selbsternannten super selbstständigen unter euch: Ein bisschen
Zurückhaltung wäre angebracht. Nicht jeder will oder kann sich ständig beweisen
müssen. Ich für meinen Teil hab jedenfalls keinen Bock, auf meinem eigenen
Grundstück mit dem Stock rumzustochern, nur um ein Paket zu finden.
Genug ist genug.
*** Anzeige vom 12.08.2025 20:12:44 ***
Anzeige von: Nora
Es können vier oder 5 km sein. Ich laufe ungefähr 70-90 Minuten pro Weg.
Ob jemand den Stock benutzt oder nicht entscheidet am besten jeder für sich
selber. Ich kann in bekannten Gegenden oder in Begleitung ohne Laufen, will das
aber nicht. Danke für den Tipp mit den Paketen. Die Stellen die mittlerweile
irgendwo ab. Ich probiere das mal aus.
*** Anzeige vom 12.08.2025 15:55:01 ***
Anzeige von: Claudia
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Ich kann MN nur verstehen, dass da Mal der Kragen geplatzt ist. Wenn man sich
selbst nicht respektiert, wie will man denn andere respektieren, und vor allem
von anderen respektiert werden?
Auf diese Dummheit bezüglich uns ach so tollen superselbständigen Blinden geh
ich gar nicht mehr ein. Das lohnt sich nicht. Da hat wieder jemand etwas nicht
verstanden. Schade.
*** Anzeige vom 12.08.2025 11:09:49 ***
Anzeige von: J.
Hallo,
wie viele km sind es zumWochenmarkt und wie lange brauchst Du dafür?
Ein bis zwei Stunden (ca. 4 bis 8 km) ohne große Verkehrshindernisse (z.B.
größere Straßenkreuzungen, Hindernisse gleich welcher Art oder Verkehrsampeln),
durch die man naturgemäß ausgebremst wird, bin ich schon öfter alleine gelaufen.
Allerdings seh ich es genauso, mit Begleitung laufe ich einfach entspannter,
weil ich mich nicht so konzentrieren muss. Meinen Stock nehme ich da oft gar
nicht mit, es sei denn, die Begleitung besteht darauf oder ich habe ihn zufällig
dabei, aber meistens kommt er in den Rucksack. Ich möchte jetzt aber nicht
diese leidige Diskussion anfangen, ob man einen Stock dabei haben soll oder
nicht, sondern wollte einfach nur die Frage beantworten.
Gruß
*** Anzeige vom 11.08.2025 23:10:37 ***
Anzeige von: Nora
Ich habe Gino richtig verstanden.
Ich habe meinen Stock außerhalb meiner Wohnung immer dabei und laufe auch immer
mit ihm. Mir gefällt es mit Stock zu laufen, weil es viel entspannter ist als
ohne.
In diesem Zusammenhang möchte ich ein neues Thema anbringen: was ist die
weiteste Strecke, die ihr alleine mit Stock gelaufen seid? Ich bis in den
Nachbarort zum Wochenmarkt.
*** Anzeige vom 11.08.2025 21:53:34 ***
Anzeige von: MN
Echt krass, wie ihr miteinander umgeht! Chapeau! Da soll mal einer sagen, ihr
könnt etwas nicht gut. Diese Disziplin hier beherrscht ihr mit Bravour! Nur
nützt sie niemanden und die meisten hier merken nicht mal, dass sie sich selbst
mit ihrem verbalen Blödsinn nur noch mehr herunterziehen, als es die, auf die
sie es abgesehen haben, vermeintlich tun. Ihr wollt von Sehenden akzeptiert und
wahrgenommen werden? Dann seht zu, dass ihr euch erstmal so behandelt! Und damit
meine ich tatsächlich jeden einzelnen selbst selbst. Denn dann klappt's auch mit
den Mitmenschen, ob blind oder nicht.
Diese Plattform hier wäre ein guter Anfang dafür.
So - das musste mal raus!
*** Anzeige vom 11.08.2025 20:28:10 ***
Anzeige von: Gino
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Ich ziehe mich jetzt aus dieser Diskussion raus, da wir uns im Kreis drehen und
das für mich keinen Sinn mehr ergibt.
Zu der Thematik Stock: ich kenne blinde Menschen, die außerhalb ihrer Wohnung
immer den Stock benutzen und sehr selbstständig sind. Mit meiner Nachricht
wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es keine Schande ist, ihn zu benutzen. Ihr
dürft mich jetzt auslachen, wenn ich bei Amazon bestelle und das Paket
abgestellt wird, benutze ich ihn auch zur Paket Suche. Habe ein sehr großes
Grundstück und da macht das dann Sinn.
Dass wir super tollen Blinden uns absondern, ist eine sehr gute Idee. Während
einige Frust schieben, werden wir dann gemeinsam Abenteuer erleben, die Welt
bereisen und am Ende unseres Lebens auf ein erfülltes Leben zurückblicken.
*** Anzeige vom 11.08.2025 18:21:05 ***
Anzeige von: Hm
Den Superselbständigen Blinden geht es doch nur darum, sich auf Kosten
schwächerer zu profilieren. Wie kann es denn, wenn's um Blindengeldkürzungen
oder Blindengeld abschaffen geht. Dann können diese Superblinden auf einmal gar
nichts mehr. Wenn Blindengeld gekürzt oder gar abgeschafft wird, wer ist Schuld
daran: Ganz einfach Die superselbständigen Blinden und sonst niemand
*** Anzeige vom 11.08.2025 17:56:32 ***
Anzeige von: Ema
Wie ich zu der ganzen Thematik stehe ist hier egal, aber ich verstehe den Punkt
nicht: Das hier ist doch ein Austausch. Wie du Assistenten nutzt, geht mich
nichts an, aber du hast trotzdem das Bedürfnis zu berichten. Genauso ist es
umgedreht. Die Reisen anderer gehen dich nichts an, aber hier wird nunmal
Erfahrung geteilt. Dazu gehört auch Erfahrung, die man selber nicht macht. Wo
ist denn das Problem? Wenn man damit nicht umgehen kann, weiß ich nicht, ob eine
Austauschplattform der richtige Ort ist xD
*** Anzeige vom 11.08.2025 14:14:31 ***
Anzeige von: Blind
Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich einige der „super
selbstständigen“ Blinden – die ohne Assistenz, ohne Umsteigehilfe
durch die halbe Welt reisen und sich dabei für das große Vorbild halten –
einfach mal zusammenschließen sollten. Dann könnten sie ihre Heldengeschichten
unter sich feiern und uns anderen endlich in Ruhe lassen, die vielleicht einen
anderen Weg gehen oder auf gewisse Hilfen angewiesen sind.
Und Gino, ganz ehrlich: Ist es nicht anmaßend, jemandem zu sagen, dass es
„gut ist“, den Stock zu benutzen – so als wäre das ein Lob,
das man verteilen kann? Du weißt doch selbst, wie lästig es sein kann, das Ding
ständig dabeizuhaben, bei jeder Bewegung ausklappen zu müssen und dabei
vielleicht noch von außen komisch angeschaut zu werden.
Nicht jeder hat das Bedürfnis, sich ständig zu beweisen. Manche wollen einfach
nur sicher und normal durch den Alltag kommen – ohne Diskussion, ohne
Bewertung. Vielleicht wäre das mal ein Ansatz für mehr Miteinander.
*** Anzeige vom 10.08.2025 17:30:18 ***
Anzeige von: Gino
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Hallo,
ich setze mich grundsätzlich mit jedem auseinander, egal welche Ansichten er
vertritt oder welche politischen Richtung er oder sie angehört.
Auf eine Sache in der Rubrik Verschiedenes möchte ich aber noch eingehen. Ich
kam nur am Wochenende nicht zum Schreiben. Das Wetter ist schön und da bin ich
mehr draußen. Hier wurde gesagt, dass sich jemand klein fühlt, wenn er oder sie
den Stock in bekannten Umgebung oder in Räumen benutzt und wollte von mir
wissen, wie man das lernen kann, dies nicht zu tun. Ich habe darauf keine
Antwort Und wenn du dich mit stock sicherer fühlst, dann ist das völlig in
Ordnung und nicht besser oder schlechter als das andere. Klar, gibt es Leute,
die negativ darüber urteilen, wenn jemand einen Stock benutzt aber hier mein
Tipp: drüber weg hören.
*** Anzeige vom 10.08.2025 15:25:52 ***
Anzeige von: Hannah
Ich kann mich erinnern, dass es mal die Diskussion gab, ob blinde kostenlose
Begleitpersonen mitnehmen können sollten. Ich habe bis heute dazu keine direkte
Meinung, aber wenn man sich diese Klischees anschaut, kann ich irgendwie
verstehen, warum einzelne hier sich davon diskriminiert fühlen. Einfach weil es
diese Eindrücke vermittelt, die die letzten 3 Anzeigen hier kritisieren.
Nochmal: Ich bin da eher neutral eingestellt, aber den Gedanken finde ich
interessant.
*** Anzeige vom 10.08.2025 09:56:42 ***
Anzeige von: An Gino
@Gino ich bewundere da wirklich deine Geduld, wie du dich über so viele Jahre
mit diesem Nonsens auseinandersetzen kannst. Ich hätte diesen Spezialisten schon
längstens den Rücken gekehrt.
Alleine was wir hier teilweise in der Rubrik Verschiedenes lesen mussten, da
fragt man sich doch eher, ob das Trolle sind? Solch Krude Ansichten, wie sie zum
Beispiel von Bb zum Besten gegeben wurden, die kann doch kein normaler Mensch
ernst meinen!
*** Anzeige vom 10.08.2025 00:07:35 ***
Anzeige von: Gino
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Hallo in die Runde,
diese Frage kann ich beantworten. Das waren die sogenannten Experten, die
meinten, sie wüssten, wie blinde am besten leben. Es wurde früher auch mal
gesagt, vollblinde Menschen sollten im Dunkeln nicht rausgehen. Dies ist viel zu
gefährlich. Bei meiner Oma hat es gefruchtet und wir hatten bis vor paar Jahren
noch diese Diskussion. Habe von diesen tollen Ratschlägen nie etwas umgesetzt.
Irgendwann kam auch mal jemand auf die Idee, mit Zwang, meine Sprache zu
verändern. Aus Fernsehen schauen wurde Fernsehen hören und statt schauen oder
gucken sollte ich fühlen sagen. Es hieß dann später auch nur noch fühl mal oder
sonst irgendwas.
*** Anzeige vom 09.08.2025 16:23:45 ***
Anzeige von: Sofia
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@MN zwar etwas spät, aber ich möchte dich und alle Sehenden hier beruhigen. Ich
weiß nicht woher dieser Gedanke kommt, dass ihr uns blinden nicht ansprechen
könnt, ohne das unsere Konzentration bricht. Sieh es mal so: Du, als sehende,
kannst mich auch mal im gehen anschauen ohne das gleich deine Konzentration auf
das Gesehene bricht, wenn es überhaupt Konzentration ist. Ich würde sagen nein.
Einfach weil es bei uns allen irgendwann einfach intuitiv paßiert. Ich weiß, du
meinst es nicht so, und deshalb hoffe ich, du siehst das hier nur als ehrlich
gemeinten Ratschlag einer blinden: Dieses Denken, wir bräuchten so viel
Konzentration und Stille führt manchmal zu größeren Problemen als wenn man das
nicht denkt. Wie oft bin ich schon telefonierend rumgerannt, wärend ich die
ganze Zeit die Karte auf meinem handy benutzt habe? Warum? Ganz einfach. Man
hört mehreres und kann sich dann auch entsprechend darauf verlassen. Ich würde
dir jetzt so gerne so viel dazu erzählen, um meinen Punkt zu belegen, aber ich
habe die Zeichenbegränzung Smile
*** Anzeige vom 09.08.2025 10:35:03 ***
Anzeige von: Claudia
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Moin, Mn,
es ist nie verkehrt, einfach zu fragen, "Kommen Sie zurecht, oder benötigen Sie
hilfe?" Da kann die andere Seite dann mit ja oder nein antworten. Meinetwegen
auch ja bitte, oder nein danke. Aber auch eine Frage wie "Entschuldigung, darf
ich Sie Mal etwas fragen? Wie kriegen Sie das so mit dem Einkaufen hin?", ist
absolut leditim, gerade beim Einkaufen selbst. Wir wollen Unsicherheiten
abbauen. Und da ist eine vernünftige Frage doch in Ordnung. Wenn ich merke, mein
Gegenüber zeigt ernsthaft Interesse, antworte ich gerne darauf. Diese Situation
habe ich öfter schon beim Einkaufen oder an der Haltestelle gehabt. Und, wenn
mich dann eine Person irgendwann Mal wieder getroffen hat, war der Umgang auch
ein ganz anderer, und das auch auf beiden Seiten.
Von willendlichem Abdrängen bin ich in meinem Kommentar auch nicht ausgegangen,
sondern genau von dieser Verunsicherung. Und die aufzuheben, geht nur
beidseitig.
Gruß
Claudia
*** Anzeige vom 08.08.2025 22:25:19 ***
Anzeige von: Will Mich Mit Euch Versöhnen
Hi Claudi und alle anderen. Wenn mir Hilfe angeboten wird nehme ich sie an.
Allerdings nur von Leuten die gutes Deutsch sprechen. Hat so seine Vorteile
hilfe anzunehmen. Man kommt ins Gespräch und Baut Brücken.
*** Anzeige vom 08.08.2025 21:14:52 ***
Anzeige von: Annette Simmet
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Hallo zusammen,
es stimmt schon, was Claudia bezüglich der Verunsicherung sagt, Behinderte
anzusprechen. Aber ein sückweit sind wir das auch selbst schuld, nämlich dann,
wenn wir auf angebotene Hilfe ausfallend reagieren. Ich vergesse nie, dass vor
Jahrzehnten mein Vater einem sehenden Rollstuhlfahrer in den Shuttleybus helfen
wollte, um zum Messegelände in Düsseldorf zu kommen. Dieser Herr hat die Hilfe
in derart ausfallender Weise abgelehnt, dass mein Vater sagte, wenn er nicht
selbst eine bhinderte Toc hter hätte, würde er nie mehr helfen. Leider passiert
es auch heute noch, dass Behinderte angebotene Hilfe ablehnen, und das nicht
immer in angemessener Form. Kommen wir doch mal von unserem Stolz herunter und
nehmen Hilfe an, auch wenn wir meinen, dass es nicht nötig wäre. Aber es macht
stressfreier, und gerade das kann in unserer gestressten Zeit sehr wohltuend
sein. Immer helfende Hände wünscht Euch
Annette Simmet
*** Anzeige vom 08.08.2025 17:23:37 ***
Anzeige von: MN
Moin Claudia,
da sprichst du ein heikles Thema an. Ich für meinen Teil (sehend) tue mich
ehrlich gesagt auch schwer, einen Blinden/Sehbehinderten ohne vermeintlichen
Grund anzusprechen. Denn wie du schon sagst - ihr braucht nicht beaufsichtigt zu
werden, wenn ihr schon allein unterwegs seid und oft sind die Situationen so,
dass wir meinen, dass unsere Hilfe nicht benötigt wird. Aber was dann? Ihn
einfach so ansprechen; übers Wetter oder so reden? Ihn damit vielleicht sogar in
seiner Konzentration auf etwaige Verkehrssignale etc. ablenken? Das lässt uns
unsicher werden, ergo bleiben wir mehrheitlich still. Es ist nicht immer
willentliches Abdrängen aus der Gemeinschaft, Claudi, sondern oftmals unsere
eigene Hilflosigkeit euch gegenüber.
Ich finde, das ist ein großes Thema, weil es da auch sehr viele Facetten gibt.
Es ist ja bspw. von Belang, wo man sich über den Weg läuft. In einem Geschäft
gibt es sicher Ansprechmöglichkeiten.
Wenn es Tipps von eurer Seite dazu gibt, dann her damit! :)
*** Anzeige vom 08.08.2025 15:37:21 ***
Anzeige von: Claudia
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Moin, MN,
die Situation für Menschen, die gerne Mal am Rande einer Gesellschaft stehen
gelassen werden, hat sich nur durch Eigeninitiative ändern können. Ich kann
jeden nur ermutigen, selbst die eigenen Grenzen auszutesten, und festzulegen,
bevor es jemand anderes tut. Denn leider haben wir immer noch verbreitet die
Vorstellung, das blinde Menschen permanent beaufsichtigt werden müssen. Diese
Haltung resultiert immer noch aufgrund von Unwissenheit. Und leider ist es
schwierig, mit nichtbetroffenen Menschen ins Gespräch zu kommen. Parallel erlebe
ich es aber auch, wenn die Gelegenheit dann doch Mal da ist, beispielsweise beim
Einkaufen, dass sehr wohl Interesse vorhanden ist. Und diese Gelegenheit müssen
wir unbedingt nutzen, auch wenn es manchmal anstrengend ist.
Gruß
Claudia
*** Anzeige vom 07.08.2025 16:53:24 ***
Anzeige von: MN
Ich stimme Ernst-August zu. Es hat mit Selbstbestimmung zu tun, wenn man eigene
Fähigkeiten nutzt und/oder für sich ausbaut. Mehr noch: Das Leben ist ein
einziger Lernprozess und je mehr man dabei an Fähigkeiten und Fertigkeiten
erwirbt, desto lebenswerter kann es dadurch werden. Dabei ist jedoch völlig
egal, ob diese Person nun in irgendeiner Weise behindert ist oder nicht! Wer nun
nicht den vorgeschriebenen Weg geht, sondern eigene Vorstellungen umsetzen will,
wird gern als unbequem, unverbesserlich, starrsinnig betrachtet und ist schnell
ein beliebtes Mobbing Opfer. Soweit ich mitbekommen habe, scheint diese
(namentlich bekannte) Person jedoch ein mittlerweile für sie durchaus
lebenswertes Leben zu führen. Was war also so falsch daran, hier und da vom
vermeintlich vorgegebenen Weg abzuweichen? Innovationen und Entwickeln neuer
Fähigkeiten können oftmals nur dann gelingen!
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